Wir setzen auf Qualität in der Kinderbetreuung!

 

Im pädagogischen Bereich spielt die Qualität der Betreuungseinrichtungen immer mehr Rolle und ist auch oftmals der Schlüssel zur Auslastung und somit zur Finanzierbarkeit der Einrichtungen!
1998 wurde vom Charlotte Bühler Institut die KES – Kindergarteneinschätzskala – ein Qualitätsmessverfahren für ganz Europa - entwickelt und dieses Verfahren kann auf verschiedene Weisen für die Einrichtungen genützt werden:

  • Qualitätsverbesserung durch das Team angeregt werden
  • Qualitätssicherung der Einrichtung dokumentieren
  • Qualitätsfeststellung durch außenstehende Beobachter
  • Qualitätsverbesserung für die Aus- und Fortbildung erarbeiten
  • Qualitätsstandards überprüfen
Zur Auseinandersetzung mit Qualität in der Kinderbetreuungseinrichtung ist zuerst der Qualitätsbegriff zu definieren;
Qualität ist, die Bedürfnissen der Kinder, der Eltern, der Mitarbeiter, des Trägers und der Vertragspartner (Gemeinde, Schulgemeinde) bestmöglich zu erfüllen und dies im Rahmen der gesetzlichen Bedingungen und der finanzierbaren Möglichkeiten sicherzustellen.
Die Qualität setzt sich aus drei wesentlichen Teilen zusammen:

Strukturqualität

  • Gruppengröße
  • Personal-Kind-Schlüssel
  • Raumbedingungen drinnen
  • Raumbedingungen draußen
  • Freistellung für Vorbereitung
  • Vor- und Nachbereitung der pädagogischen Arbeit
  • Qualifikation des Personals
Somit könnte man sagen, dass die Strukturqualität eine Kombination zwischen den gesetzlichen Auflagen und den Bedingungen des Trägers ist, in welchem Kontext die pädagogische Arbeit geleistet werden soll.

Orientierungsqualität

  • Aus-, Fort- und Weiterbildung des Personals
  • Interaktion zwischen den Mitarbeitern
  • Einrichtungskonzeption (pädagogisches Konzept)
  • Kooperation zwischen Einrichtung und Familie (Elternarbeit)
  • Betreuungszeiten (bedarfsorientiertes Arbeiten)
Die Orientierungsqualität hängt von den Vorgaben des Trägers (Personalstruktur, Aufgabenverteilung bzw. –delegierung, Öffnungszeiten, pädagogisches Konzept) bzw. der Umsetzung dieser Vorgaben durch die Mitarbeiter ab.

Prozessqualität

  • Interaktion zwischen Mitarbeitern und Kindern
  • Bildungsinhalte in der Pädagogischen Arbeit
  • Entwicklungsförderung der Kinder
  • Soziale Wertvorstellungen in der Gruppe
  • Leitbild für eine Einrichtung konzipiert im Team und ständig aktualisiert
Wenn die Strukturqualität und Orientierungsqualität den Mindeststandards entspricht, nur dann kann die Prozessqualität – welche im Verantwortungsbereich des Teams in der Einrichtung liegt - die Einrichtung zu einer qualitativ hochwertigen Einrichtung qualifizieren oder auch – im schlimmsten Fall – zu einer qualitativ schlechten Einrichtung klassifizieren.
Eine Qualitätsfeststellung soll den Sinn haben, Stärken und Schwächen zu identifizieren um eine Diskussionsgrundlage für die aktuelle Qualität in der Einrichtung zu schaffen und daran zu arbeiten.

Qualität ist ein Zusammenspiel zwischen Träger und MitarbeiterInnen


Zusammenfassend könnte man sagen, dass die Rahmenbedingungen für eine gute Qualität in einer Einrichtung vom Träger vorgegeben werden muss – dieser die Qualitätsentwicklung – und -sicherung fachlich begleiten und kontinuierlich beobachten muss – strukturierte Personalplanung und -entwicklung durchführen muss – und das Team anregen muss, Weiterentwicklungen zuzulassen, neue Perspektiven zu entwickeln und die Umsetzung dieser auch fördert.

 
 
Design downloaded from free website templates.